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Unterwegs auf dem El Camino de Santiago - ein Reisetagebuch
Zu der Fotogalerie über den Jakobsweg
2. März 2003: Nach einer halben Nacht auf dem Flughafen Düsseldorf ging es am frühen Morgen mit
einem erstaunlich kleinen Flieger der Lufthansa nach Madrid. Nach zweieinhalb Stunden Flug erreichten
Mirjana Pavljak, Karsten Höft und ich den großen Airport der spanischen Hauptstadt. Die
Terminals machten einen miefigen Eindruck, und die Wege durch die Gebäude bis hin zur Metro waren
weit.
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Modern waren dagegen die Bahnhöfe und Züge der Metro. Wie in Lyon und Montreal wurde auch hier
beruhigende Musik auf vielen Stationen abgespielt. Von Madrid Chamartin ging es mit einem Eilzug
in die nordwestlich gelegene Stadt León, von wo aus unser gemeinsamer Pilgermarsch in Richtung
Santiago starten sollte.
Das Ticket von Madrid nach León kostete für die zweite Klasse nur 21 Euro, und die Sitzplätze
wurden fest vergeben. Der Schaffner notierte sich genau auf einem Zettel die Sitzverteilungen in
den einzelnen Waggons und war ein wenig irritiert, nachdem wir uns einige Zeit später verteilt hatten, um mehr Platz für die Füße zu haben.
Die Vororte der Millionenmetropole Madrid erschienen ärmlich und erinnerten mich sehr an Russland. Die Landschaften
dagegen waren sehr nett anzusehen, erst später wurden auch diese monoton und karg. Städte wie
Valladolid übten mit ihren geziegelten Hochhäusern und Wohnblocks einen merkwürdigen Eindruck auf mich
aus - die Gegenden entlang der Bahnstrecke sahen alles andere als berauschend aus...
Enttäuscht wurden wir nicht von der prächtigen Altstadt von León. So einige nett anzusehende Gassen,
eine beeindruckende Kathedrale und viele weitere historische Gebäude machten den kurzen Aufenthalt zu Beginn
unser Pilgertour zu einem einprägsamen Erlebnis.
Wir nächtigten im Monjas Benedictinas de Santa Maria de Carval, einem Benediktinerkloster mit Colegio
und integrierter Auberge. Eine Nonne trug unsere Namen in ein Buch ein und drückte den ersten Stempel
in unsere Pilgerpässe, die wir bereits aus Deutschland mitbrachten. Für die erste Nacht brauchten wir nur eine
kleine Spende in eine Dose geben, und für die zweite Nacht bezahlten wir pro Person sechs Euro.
Mit im Schlafsaal übernachteten zehn lebhafte Kanadier, die uns zur Begrüßung Wein und einheimisches Gebäck
reichten.
3. März 2003: Ein Tag in León. Café con leche, Spaziergänge durch die Gassen der Altstadt, ein
Besuch in der Kathedrale und ein paar Fotos von tief fliegenden Störchen und ihren auf
Kirchturmspitzen befindlichen Nestern.
Am Abend wurden wir zu einem Abendgebet in einer Seitenkapelle eingeladen. Anschließend gab es
noch einen Segen vor dem Hauptaltar der Klosterkirche.
4. März 2003: "Arriba, arriba! Desayunar!" Punkt 8 Uhr wurden wir vom Hospitaleiro geweckt.
Zum Abschied gab es noch ein kleines Frühstück, das aus aufgebackenem Brot und Kaffee mit Milch bestand. Der Hospitaleiro
wechselte mit uns noch ein paar nette Worte und drückte uns abschließend wohlwollend die Hand.
Es folgte der Marsch nach Villadangos del Paramo.
22 Kilometer mussten auf dieser ersten Etappe zurückgelegt werden.
Anfänglich ging es durch die Vororte Leóns, später folgte der Camino der Schnellstraße N 120. Jeder
Meter Abstand von der Schnellstraße wurde erfreut begrüßt, und wir hofften auf baldige Besserung des Weges. Passiert wurde
ein Straßenschild mit der Aufschrift "Santiago 326 km".
Auffällig waren die Schmierereien an den Straßenschildern. "Solo León", "Lleón". Auf den Schildern "Castilla-León" wurde der erste
Teil einfach übersprayt. Anscheinend gibt es einige Kräfte, die eine Region León lieber selbständig und unabhängig
von Kastillien sehen würden. Später
in El Bierzo waren solche Aufschriften ebenfalls auszumachen: "Bierzo solo!!!". In Galizien wurden
sämtliche spanische Begriffe galizisch überpinselt...
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Müde und erschöpft erreichten wir die Aubergue in Villadangos gegen 16 Uhr. An der Tür hing ein Zettel,
und im Vorraum der Aubergue war nur ein weiterer Gast anwesend. Es handelte sich um einen Spanier, um
die 60 Jahre alt, normal gekleidet mit Hemd und Hose, neben ihm stand eine gewöhnliche, schwarze
Tragetasche. Wir vermuteten, dass er mit dem Auto pilgerte, doch dem war nicht so. Sein Entschluss,
den Camino zu pilgern, fasste er ganz spontan bei einem geschäftlichen Aufenthalt in León. Er sah die Muscheln auf
dem Asphalt, rief seine Familie in Ferrol, in der Nähe von La Coruña, an und machte sich auf den Weg...
Zum Abendbrot bereiteten wir uns Baguette mit Leberpastete und Apfelmarmelade zu und tranken
ein gekühltes Miguel. Angel, so hieß der Pilger mit der Tragetasche, ging noch in eine Bar und trank
noch einige Glas Wein, bevor er zurückkehrte und sich mit uns über seine Aufenthalte in den USA und
die einzelnen spanischen Provinzen unterhielt.
Die Schlafnischen waren mit je zwei Doppelstockbetten bestückt, und nur in unserer Nische gab es einen
Heizstrahler. Angel deckte sich kurzerhand mit drei Filzdecken zu und sah diesbezüglich keine Probleme.
5. März 2003: Es folgten 26 Kilometer bis zur Kleinstadt Astorga, wo uns eine nette, komfortable Aubergue erwartete. Auf
dem Weg nach Astorga bildeten Hospital de Orbigo und Puente de Orbigo ein großes Highlight. Eine sehr
alte Stadt und eine ebenso alte Brücke über den Rio Orbigo wurden von einer hübschen Landschaft mit einigen
Bäumen eingerahmt.
In Hospital de Orbigo nahmen wir das erste Mal
ein Menu del Dia - das Pilgermenü zu uns. Es bestand
meist aus zwei Gängen, einem Nachtisch und Wein und Wasser. Sehr zu empfehlen sind die grünen Bohnen mit
Schinken, die überaus schmackhaft sind! Solch ein Menü kostete in der Regel zwischen 5,50 und 8 Euro. Zum Essen
gibt es stets eine Flasche Landwein, der allerdings in Spanien übermäßig preiswert und somit
keine Besonderheit darstellt. Als Nachtisch hat man die Auswahl zwischen Früchten, Eis und dem Flan - einem
Karamelpudding, der jedoch nicht in jedem Restaurant selbst zubereitet wird...
Auf dem Weg von Hospital de Orbigo nach Astorga passierten wir einige Täler und eine Hochebene, auf der
uns ein Gewitter überraschte. Glücklicherweise blieb es auf der ganzen Tour der einzige Regenschauer, die kommenden drei Wochen
hatten wir stets heiteres und sonniges Wetter.
Die Aubergue für Pilger in Astorga war nett gelegen, nicht sehr groß, sauber und recht komfortabel eingerichtet. Der Hospitaleiro
meinte es gut mit seinen Gästen und drehte die Heizkörper auf Maximum, so dass der Schlafraum ein wenig
überheizt war. Auch Angel, der Mann mit der schwarzen Tragetasche, saß bereits am Holztisch im Vorraum der
Aubergue und belegte sein zuvor gekauftes Baguette mit Serrano-Schinken und Käse. Der Hospitaleiro
hatte einiges zu berichten. Nach seinen Angaben pilgerte er kurz zuvor zehn Monate lang von Madrid aus über
Santiago und Toulouse nach Rom und zurück. Ganze 7000 Kilometer, so teilte er uns mit, wanderte
er ohne Geld von Kloster zu Kloster. Nun arbeite er als Hospitaleiro, um anschließend in seine Heimatstadt
Madrid zurückkehren zu können. Später bekamen wir von zwei Pilgern aus Italien und Guatemala zu hören,
dass der Mann in Astorga ein Aufschneider und Angeber sei...
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6. März 2003: Mit trockenem Hals wachten wir morgens auf, packten die Rucksäcke und
gingen mit Angel und dem Hospitaleiro einen café con leche grande trinken. Auf dem Fernseher
der Bar liefen die nicht all zu erbaulichen Weltnachrichten. Das Treffen von Blair, Bush und Aznar auf den Azoren
stand an, und in Spanien gab es erste Proteste gegen einen möglichen Golfkrieg.
Nach einem Besuch der Kathedrale von Astorga und einem grandiosen Blick von der Altstadt
auf die schneebedeckten Berge am Horizont ging es nach Rabanal del Camino. Eine Rast auf der 20 Kilometer
langen Etappe legten wir in der kleinen und einsam gelegenen Ortschaft Sta. Catalina de Somoza
ein, wo in der einzigen Bar des Dorfes Angel
bereits auf uns wartete...
Die Landschaft war wunderschön - die Region Castilla-León zeigte sich von ihrer besten Seite. Einsame
Ebenen, einzeln stehende Bäume und schneebedeckte Bergketten im Hintergrund.
In Rabanal del Camino waren wir mit Angel wieder die einzigen in der dortigen Herberge. Aus dem Gästebuch
konnten wir entnehmen, dass drei Brasilianer und einige Spanier aus Murcia vor uns auf dem Camino pilgerten, doch
waren diese genauso schnell wie wir, und somit konnten wir diese leider nicht kennenlernen.
Die private Herberge in Rabanal del Camino war urgemütlich und hatte im Gemeinschaftsraum einen Kaminofen, der
vom Besitzer zu den Abendstunden befeuert wurde. Auf ein Abendbrot in der ansässigen Bar mussten wir uns gedulden, wir überall
in Spanien wird erst zu fortgeschrittener Stunde gegessen. Auf dem Speiseplan standen huevos fritos con jamon - Spiegeleier mit
Schinken.
7. März 2003: Von Rabanal del Camino machten wir uns auf den Weg nach Molinaseca, das sich rund
sieben Kilometer vor der Stadt Ponferrada befindet. Dieser Abschnitt gehörte mit zu den interessantesten
der Tour. Die verlassenen Ortschaften Foncebadón und Manjarin boten tolle Motive. In Manajarin gab
es inmitten der verfallenen Gebäude einen Einsiedler, der manchmal die vorbeikommenden Pilger
zu einem heißen Kaffee einlud. Vor seinem Gehöft befanden sich bunte Wegweiser: Santiago 222 Kilometer,
Rom 2475 km, Trondheim 5000 km, Jerusalem 5000 km, Finisterre 295 km und Machu Pichu 9450 km...
Sein Haus konnte auch als Refugio de Peregrinos genutzt werden, doch war unser Ziel Molinaseca, und es gab keine
Gründe, bereits in Manjarin Pause zu machen.
Passiert wurde auch das Cruz de Ferro, das Eisenkreuz, das eines der ältesten Denkmäler des Pilgerweges ist. Vorbei ging
es an der höchsten Stelle des Camnio de Santiago de Compostela: 1515 Meter über dem Meeresspiegel.
Der letzte Abschnitt der Tagesetappe hatte noch einen Bach und ein grünes, mit saftigem Gras bewachsenes Tal zu bieten.
Eine Schafsherde wurde von einem alten Mann auf einem Pfad in das Tal getrieben, und schon waren die
Häuser und Kirchtürme von Molinaseca auszumachen. Die Aubergue lag hinter der kleinen Stadt in
einem gemütlichen Steinhaus mit großzügiger Holzüberdachung. Empfangen wurden wir vom Hospitaleiro mit einer Tasse heißen Tee und einem
Feuerchen im Kamin. Angel aus Ferrol wählte an diesem Tag eine kürzere Variante und blieb in Al Acebo, dafür trafen
wir in Molinaseca einen älteren Italiener, der uns zu Wein und Keksen einlud.
Guiseppe aus Norditalien war überaus sportlich und hatte bereits viele hunderte Kilometer hinter sich, da er den Camino
ab den Pyrenäen abpilgerte. Er war am kommenden Morgen auch der erste, der seinen Rucksack packte und sich auf den
Weg nach Villafranca del Bierzo machte.
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8. März 2003: El Bierzo ist eine Region in der Provinz Castilla-León und ist bekannt für
seinen Wein, der dort auf vielen Berghängen angebaut wird. Anders als die Weinregion Rioja ist die Region
Bierzo nicht so in Deutschland bekannnt.
31 Kilometer waren an diesem Tag zurückzulegen, was für meine beiden Begleiter Mirjana und Karsten schon
recht knackig war. Und auch mir taten am Abend reichlich die Fußsohlen weh. Viele Streckenabschnitte des Caminos führen
auch auf dem Asphalt der Landstraßen entlang, und dort helfen auch die besten Wanderstiefel und Wandersocken nicht!
Auf dem Weg nach Villafranca passierten wir am Mittag die Stadt Ponferrada, die sich nur durch die Burg und eine sehr
kleine Altstadt auszeichnet. Der Rest der Stadt ist wirklich übel. Spanische Neubauten sehen wirklich nicht
sehr hübsch aus, und noch gab es an jeder Ecke
Baustellen und aufgerissene Straßen. In einem Outdoorgeschäft im Zentrum der
Stadt kaufte ich mir für 20 Euro ein Paar Extremwandersocken, die den harten Straßenbelag ein wenig mehr dämpften.
Das Wetter war hervorragend, und ich konnte das erste Mal mit kurzer Kleidung wandern. Der Weg führte durch mehere
Ortschaften und über einige Weinberge, von denen man auf die schneebedeckten Gipfel der Montes Aquilanos blicken konnte.
In der urigen Herberge in Villafranca wartete bereits vergnügt und ohne sichtliche Erschöpfungsspuren der Italiener
Guiseppe. Unten befand sich ein großer Aufenthaltsraum mit Bänken und Tischen, und oben unter dem Dach befanden sich die dicht an dicht
gereihten Doppelstockbetten, die über eine Außentreppe erreichbar waren. Auf halber Höhe befand sich noch ein kleinerer
Raum für die +50jährigen. Die Wanderstiefel hatten in dieser Herberge draußen in einem Regal zu bleiben. In der Stadt als solches boten sich
einige Möglichkeiten, etwas einzukaufen oder zu Abend zu essen.
9. März 2003: Geweckt wurden wir von im Aufenthaltsraum abgespielter Klostermusik. Wie sollte es anders sein,
der Italiener war bereits gegen 8 Uhr mit einem Einheimischen tief im Gespräch verwickelt. Guiseppe fragte mich, ob man sich
wieder abends in O Cebreiro sehe. Nein, wir gingen es etwas ruhiger an und hatten Vega de Valcarce als Tagesziel. Guiseppe zeigte sich
ein wenig enttäuscht und meinte, dass er diesen Camino richtig durchziehe. Respekt!
Aus Vega de Valcarce wurde dann Ruitelán, da die dortige Aubergue im Winterhalbjahr verschlossen war. Eigentlich wollten wir auf dem
Weg dorthin die Bergvariante des Caminos wählen, doch verpassten wir den Abzweig und mussten uns mit dem Weg entlang einer
Straße begnügen.
Die Aubergue in Ruitelán war, wie man auch den vielen netten Gästebucheinträgen entnehmen konnte, etwas
ganz besonderes. Die Zimmer waren kleiner als sonst, und es wurde sich fürsorglich um einen gekümmert. Der
Hospitaleiro kochte Abendbrot und bereitete nach Wunsch ein leckeres Frühstück bei Kerzenschein zu. Für
25 Euro konnte man sogar eine Ganzkörpermassage bekommen. Bereits bei Ankunft umzirzte uns der Hospitaleiro und
knetete prüfend die Schultern beim Gespräch, was bei uns große Verwunderung hervorrief.
In der Bar des Ortes ließen wir uns ein wenig bei café con leche und cerveza gutgehen und schauten auf
dem Fernseher zwei spanische Ligaspiele.
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10. März 2003: Nach dem Kerzenfrühstück in Ruitelán machten wir uns auf den kurzen Weg nach O Cebreiro. Das "O" im
Ortsnamen wies bereits darauf hin: Man verließ Kastillien und betrat die Provinz Galizien, in der neben Spanisch auch Galizisch, das ein
wenig dem Portugiesischen ähnlich ist, gesprochen wird.
Bei Kilometerstein 152,5 erreichten wir Os Santos, und einen halben Kilometer später kam der große Grenzstein zwischen Galicia und
Castilla-León. Ab hier wurden die Kilometer bis Santiago rückwärts gezählt. Bei jedem halben Kilometer stand seitlich
ein Stein mit der noch zurückzulegenden Stecke bis zur Kathedrale von Compostela.
Für mich war es der schönste Tag der Pilgertour. Sonne, steile Anstiege, einsame Bergpfade, wunderschöne
Landschaften. Bauern düngten ihre Wiesen und brannten das Gehölz an den Randstreifen ab. Alte, komplett schwarz gekleidete
Frauen mit Holzpantinen schnitten Ruten von den Büschen ab, um daraus Körbe zu flechten.
Nach 12 Kilometern erreichten wir O Cebreiro, das einem Museumsdorf glich. Typisch galizische Steinhäuser mit runden Strohdächern
bestimmten das Bild des Ortes, der sich auf einem Berg befand. Einige Tavernen, Restaurants und Bars gab es in O Cebreiro, doch im
März wirkte der Ort noch wie ausgestorben.
Die Aubergue war modern, neu und äußerst groß. Wir hatten an diesem Tag noch viel Zeit und nutzten diese
mit Wäschewaschen, Telefonaten in die Heimat und zur Erholung in der warmen Sonne.
Abends beim Menu del Dia in einem Restaurant kamen wir mit einem Engländer ins Gespräch, der mit dem
Rad unterwegs war und in zwei Tagen Santiago erreichen würde. In der Küche der Aubergue trafen wir
zudem auf zwei Männer aus Bari / Süditalien und Guatemala. Diese berichteten bei einer Tasse löslichem Kaffee ihre Version
von dem Pilger aus Astorga, der 7000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt haben wollte. Zudem warnten sie vor einem
Belgier, der auf dem Camino sein Unwesen treibt und Dinge aus den Räumen der Herbergen stiehlt. Angel aus Ferrol
hatten sie Tags zuvor auch getroffen. Sie teilten uns mit, dass Angel sogar eine Bohrmaschine
bei sich habe, und amüsierten sich köstlich über den 61jährigen Mann, der völlig ohne übliche Wanderausrüstung den
Camino zurücklegte...
Zum zweiten Teil des Reisetagebuchs: hier entlang!
Die letzten Forenbeiträge des Reise-Forums:
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Zur Person: Marco Bertram
Freiberuflicher Autor und Foto-Journalist
Zahlreiche Reisen nach Russland, Brasilien, Kanada, Ägypten und quer durch Europa.
Verfasser einer Vielzahl an Berichten, Reisereportagen und Kurzgeschichten.
Autor der beiden Bücher "In 7 Wochen von Rio nach Manaus" und "13 Reise-Fragmente".
Segelprojekt Berlin-Sydney 2000
Im April 2005 wurde eine Wanderausstellung zur deutsch-deutschen Grenze realisiert. Vorabpräsentation beim Europäischen
Parlament in Brüssel.
Diavorträge zur Transsib & zur deutsch-deutschen Grenze
größere Vorträge bisher: im Hyatt Hotel Köln für Gebeco, im Maritim Hotel Travemünde für die
Raiffeisenbank, in Lübeck, in Hartha, im Tränenpalast Berlin
Iron Curtain Trail: Unterwegs auf dem Balkan
Infos zu Marco Bertram

Schiffbruch bei heftigem Sturm auf der Nordsee im November 1999 - auf der Fahrt nach Sydney
gerieten zwei Segelboote vor Holland in schwere Seenot,
eine Busentführung im Norden Brasiliens, eine Festnahme an der slowakischen Grenze,
ohne Gepäck von Kairo nach Theben West.
mit der Transsib quer durch Asien, Leben in einem Zen-Kloster in New Orleans und eine mit Krankheit
verbundene Reise in Indien.
Dies sind die spannenden Höhepunkte im Reisebuch "13 Reise-Fragmente" von Marco Bertram
und Mark Bauch.
Details zum Reisebuch.
Eine Bestellmöglichkeit gibt es bei:
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