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Illusion: Indien

Ein Reisebericht von Mark Bauch

Zu Gast auf der Reise- und Fotoseite www.saudade-fotos.de ist der Lyriker und Autor Mark Bauch aus Berlin.
Gemeinsam mit dem Reisebuchautor Marco Bertram hat er am Buch 13 Reise-Fragmente gearbeitet, das seit Juni 2003 im Handel erhältlich ist. Enthalten sind Reiseberichte aus den verschiedensten Regionen der Erde.
Unter anderem ist auch dieser Reisebericht über Indien, der an dieser Stelle teilweise veröffentlicht wurde, im Buch 13 Reise-Fragmente zu lesen!
Viel Spaß beim Lesen dieses Berichtes!

Im Sommer 1996 gründete ich gemeinsam mit einem damaligen     Freund eine schwule Meditationsgruppe namens »GAYATRI«. In diesem Zusammenhang unterhielten wir uns häufig über Indien. Ende des Jahres 1996 wurden die Planungen konkreter.
Im Januar 1997 fiel die Entscheidung: In den Winterferien würde ich für 6 Wochen nach Indien fahren.
Meine Reisebegleitung war zwar eine andere als geplant, aber das machte nichts. Hauptsache, ich konnte überhaupt fahren.
Indien, ein mystisches Land aus alter Zeit.
In welcher Form sollte ich mich auf meine erste richtig weite Reise vorbereiten? Freunde rieten mir zu Impfungen, die ich bald vornehmen lassen sollte. Teilweise folgte ich einigen Ratschlägen.
Welche Route sollte ich zusammenstellen? Indien ist groß. Welchen Reiseführer sollte ich kaufen? Und zu guter letzt, was mitnehmen in ein mir so unbekanntes Land?
Ich besorgte mir zwei Reiseführer. Einen »normalen« mit all den notwendigen Adressen und Routen, inklusive der wichtigen Sehenswürdigkeiten. Weiterhin ließ ich mir einen spirituellen Reiseführer schenken, in dem wichtige religiöse Orte und allerlei andere mystische Informationen zu finden waren.
In einem Reisebüro in Berlin am Kleistpark buchte ich meine Reise für Ende Januar.
Weitere Termine standen auf dem Programm. So zum Beispiel ein Arztbesuch und die Visa-Antragstellung beim Indischen Konsulat. Der Freund, mit dem ich reisen wollte, erledigte den weiteren Bürokratiekram.
Mein bevorstehender Trip nach Indien war ein tagesfüllendes Thema. Eine »spannende« Vibration lag über dem ganzen Vorhaben.
Ich war voller Erwartung und Vorfreude.
Irgendwie hatten Benuli und ich es tatsächlich geschafft, eine gemeinsame Route quer durch Indien auszuarbeiten. Nach Wochen war es endlich soweit: Ferien.
An einem Vormittag flogen wir von Berlin-Tegel in Richtung London Heathrow los. Benuli hatte in der englischen Hauptstadt gute Freunde, so daß wir dort eine Nacht verbringen konnten, bevor es am nächsten Morgen nach Delhi weiterging.
Ich weiß nicht mehr, wie wir es geschafft haben, aber wir verpassten doch tatsächlich unseren Flug.
 »Sorry. The Check-In is already finished«, lautete die Antwort der höflich bestimmt lächelnden Stewardess am Schalter.
Daß wir falsch gestanden haben, täte dabei nichts zur Sache, sie müßte uns umchecken.
Nach einigem Hin und Her hatten wir einen Flug mit Canadian Airlines nach Delhi.
Glück gehabt, dachte ich. Das flaue Gefühl im Magen war mit einem Mal wie weggeblasen.
Der Flug war ruhig, und es gab allerleizu essen. Benuli gab sich überaus heilig, ich dagegen naturgemäß ein wenig offen und verspielt. An Schlaf war nicht zu denken. Irgendwann, als alle anderen ruhten, bekam ich eine heftige Migräne, und mir wurde übel. Jedoch nicht vom Fliegen. Während der Landung in Delhi schaffte ich es nur mit Mühe, daß keine Katastrophe passierte.

Delhi Airport.
Es war stickig, stinkig, grau.
Der Bodenbelag des Empfangsgebäudes war uneben und zerklüftet. Von den Decken hingen einfache, geradezu häßliche Lampen. Etwas bunter wurde es in der Haupthalle, wo sich auch das Gepäckförderband befand. Leute tummelten sich und schoben sich durch das Gedränge. Nachdem wir unsere Rucksäcke hatten, hieß es, den Weg ins Zentrum von Delhi ausfindig zu machen. Da es bereits mitten in der Nacht gegen null Uhr war, mußten wir den Weg mit einem Taxi zurücklegen.
Doch bevor wir einsteigen konnten, hieß es: Preis verhandeln und das billigste Taxi ausfindig machen. Wir ließen uns ins Zentrum fahren und in der Mc Genlyodd Street vom Taxifahrer rauslassen.
Nun folgte die Suche nach einem Hotel.
 »Sorry, no free rooms. Not till tomorrow. Come back tomorrow morning«, lautete die mehrfache Antwort der netten, indischen Hotelangestellten.
Zu dem Problem der Pensionssuche kam nun ein Toilettenproblem dazu. Kopfschmerzen und Übelkeit waren noch immer gegenwärtig, und jetzt noch eine volle Blase...
Nirgends war ein öffentliches WC ausfindigzumachen. Wir fragten uns von Hotel zu Hotel nach einem Zimmer durch, bis wir am Ende der Straße angelangt waren.
 »Hello, we´re looking for a room for tonight«, fragte Benuli zum wiederholten Mal.
 »Wait. Some people checking out.«
 »When?«
 »One hour, or two«, lautete die knappe Antwort.
Also warteten wir. Das Toilettenproblem blieb.
 »Excause me, do you have a toilett?« fragte ich im besten Schulenglisch.
 »Upstairs, on the first floor«
Erleichtert stürzte ich die Treppe hinauf. Als ich die sogenannte Toilette fand, hatte sich schlagartig mein kleines Problem erledigt. Die Toilette war ein dunkles Loch im Fußboden, das jämmerlich zum Himmel stank. Ich beschloß, mein Geschäft zu vertagen, bis wir auf unserem Zimmer sein würden. Die Zeit schien nicht vergehen zu wollen. Nach einer mir schier endlos vorkommenden Zeit konnten wir unser Zimmer beziehen.
Kurz gesagt, es war quadratisch, praktisch, gut. Das Bad verfügte über ein Waschbecken, eine Dusche, und, es war kaum zu glauben, über eine richtige Kloschüssel!
Nach einigen Brechkrämpfen ging es mir dann auch wieder etwas besser, und wir konnten uns bettfertig machen. Ohrenstöpsel, Schlafbrille, Schlafsack, alles notwendige war dabei.
Wir waren noch nicht ganz in den Betten verschwunden, ging das Licht aus. Das ist in Indien durchaus üblich. Kein Mensch kann genau sagen, wie lange es abends Elektrizität gibt. Man sollte also stets eine Taschenlampe oder eine Kerze dabei haben.
Gegen Mittag des folgenden Tages wachte ich auf. Von der Straße her hörte man Hupen, Motorengeknatter und Stimmengewirr. Nachdem ich mir den Schlaf aus den Augen gerieben hatte, suchte ich mir den Weg ins Freie. Er führte mich auf die Dachterrasse des Hotels.
Dort war es mir möglich, das erste Mal einen Blick auf die Stadt zu werfen. Das erste Mal Indien bei Tageslicht: Delhi erstreckte sich in einem grauen, verrauchten Häusermeer bis zum Horizont. Und es war laut, sehr laut.
Auf der Straße befand sich ein bunter, lebendiger Markt. Farbenfrohes Getümmel waberte in den Straßen und Gassen. Ich kam mir vor wie auf einem anderen Planeten.
Ich war also in Indien.
Für mich war alles unreal, fern aller Wirklichkeit. Es ging mittlerweile auf Mittag zu, und mein Magen fing an sich zu melden.
Ben ließ sich viel Zeit und Ruhe bei seinen morgendlichen Verrichtungen. Während ich wartete, pendelte ich zwischen dem Zimmer und der Terasse hin und her. Mein Blick war gefesselt, und so stand ich die ganze Zeit auf dem Dach des Hauses und wartete auf Ben. Irgendwann war Ben endlich soweit. Ich packte meinen Rucksack und los gings.
Die Straße pulsierte voll Leben. Für mich war es, als würde ich in einem Meer von Menschen und Geräuschen schwimmen. Am Wegesrand gab es unzählige Geschäfte und kleine Läden. Hin und Wieder sah man umherstreunende Hunde oder gemächlich trottende »heilige« Kühe.
Die Augen ertranken förmlich in Farben von rot, braun, curry und safran. Alle Sinne wurden bis an die Grenze ausgereizt.
Was die Kühe angeht, so gehen die Inder mittlerweile gar nicht mehr so heilig mit den Tieren um. Wenn diese auf Imbiß- oder Gemüsestände zutrotten, um sich gütlich zu tun, bekommen sie schon mal einen unsanften Tritt. Die vermeintliche Heiligkeit in Indien hat gelitten. Allzuoft bleibt einfach eine Kuh stehen und der gesammte Verkehr kommt zum erliegen, und es wird ein wüstes Hupkonzert angestimmt, um das Tier wieder in Bewegung zu bringen - mal mehr oder weniger erfolgreich.
Es kommt auch vor, daß Kühe tot oder angefahren werden, was einem Sakrileg gleichkommt, und dann werden die Tiere in den nächsten heiligen Fluß geworfen, um die »gepeinigte Seele zu erlösen«.
Das Straßenleben in Indien ist völlig anders als in Europa oder Amerika. Die Straßen sind vollgestopft mit Menschen und Tieren. Alles bewegt sich stetig. Zudem kommt hinzu, daß Europäer oft bewundert und interessiert angeschaut werden. Nicht selten kommt es vor, daß Einheimische Fremde bei sich zu Hause einladen, weil dies für sie eine hohe Auszeichnung ist.
Kaum hatten wir das Hotel verlassen, waren wir von einer Schar lärmender und bettelner Kinder umringt. Nach einer Weile waren sie genauso schnell und mysterös verschwunden, wie sie gekommen waren. Glück für uns. Wenige hundert Meter vom Hotel fanden wir einen original indischen Imbiß, der aber auch »continental breakfast and food« anbot. Sowohl Ben, als auch ich waren uns einig, daß wir natürlich original indisch essen würden. In Indien kennt man kein Frühstück, so wie wir es gewohnt sind. Es wird bereits morgens warm und vor allen Dingen scharf gegessen, mit regionalen Unterschieden.
Ich bestellte mir frittierte Zwiebelringe und einen Chai, den bekannten indischen Gewürztee mit Milch und Honig.
Die Stadt ist laut und dreckig. So ist es nicht ungewöhnlich, daß man viele Inder mit Tachentüchern vor Mund und Nase sieht. Das bunte Treiben Delhis folgte uns und war der rote Faden unserer Tage in dieser Stadt. So besuchten wir unter anderem Mahatma Gandhis Gedenkstätte im Rajghat. Das Monument war ein quadratisch schwarzer schlichter Marmorstein, auf dem indische Blumengirlanden und Blütenblätter lagen. Zu beiden Seiten der Stätte standen indische Soldaten. Für mich war dieser Besuch sehr eindrucksvoll, da ich mich Gandhis  Friedens- und Religionsphilosphie sehr verbunden fühle. Ich spührte förmlich die Aura dieser Stätte.
Delhi ist sehr groß, und deshalb muß man meist den Bus nehmen, um größere Strecken zu bewältigen. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf unserer Liste war das bekannte Sternenobservatorium im Herzen der Stadt. Ich war heilfroh, als wir vor dem Gebäude standen, denn die Fahrt dorthin war recht abenteuerlich. Man wusste nie genau, ob man einen Bus lebend wieder verlassen würde. Die Fahrer haben einen teuflichen Fahrstil an sich, der selbst den der Italiener und Franzosen in den Schatten stellt. Abgesehen davon sind die Busse veraltet, und viele Reifen haben kein Profil mehr.
Auf mich hatte das Observatorium keinen großen Eindruck hinterlassen. Langsam mußten wir auch an die Rückkehr denken, da es mittlerweile dämmrig wurde, und sich auch nach aller Aktivität unser Magen wieder meldete. All die vielen Eindrücke und das Klima erschöpften uns. Im Hotelzimmer musste ich feststellen, daß mein Buddhabeutel fehlte. Viel war nicht drin gewesen, ein paar Rupiescheine und mein Adressenverzeichnis, ärgerlich war es trotzdem. Es half alles nichts, die Adressen waren weg.
Ben und ich waren uns einig, daß wir nicht länger als einen weiteren Tag in Delhi bleiben wollten. Der Jetlag und die Klimatisierung waren einigermaßen gut erfolgt, und so konnte es weitergehen.
Am nächsten Tag sollte es zum Bahai Tempel und zur berühmten Eisensäule von Qutab Minar gehen. Letztere erlangte Berühmtheit, da sie nicht rostet und sämtliche Wissenschaftler deshalb vor ein Rätsel stellt. Die Eisensäule steht auf dem Gelände einer alten Moschee.
Die Säule war schlicht. Für mich gab es keine wilden Erklärungen, weshalb sie nicht rostete. Ben machte wie üblich seine Fotos und ergoss sich in irgendwelchen Theorien, was darin gipfelte, daß er der festen Überzeugung war, die Außerirdischen seien hier mit am Werk gewesen...
Weiter ging es zum Tempel, der sehr schön gelegen war. Umgeben von blühendem Grün und Wasser. Die Form des Tempels war einer schwimmenden Lotusblume nachempfunden. Wollte man den Tempel betreten, so musste man sich seiner Schuhe entledigen und über einen der vier Stege gehen, um zum Tempel zu gelangen. Um dem Gebäude herum waren viele Menschen aller Nationen und Religionen zu sehen. Das Innere des Sakralraumens war schlicht und modern gehalten: Die üblichen Kirchenbänke und Mosaikfenster. Das Besondere war jedoch, daß alle großen spirituellen Richtungen vertreten waren. Neben dem Kreuz fanden sich der Sichelmond der Moslems, der Davidstern der Juden, das Om der Inder und das Rad der Buddhisten. Ich setzte mich ein paar Minuten, um zu meditieren und zur Ruhe zu kommen. Für einen kurzen Moment wurde es still um mich herum.
Da wir morgen die Stadt verlassen wollten, mussten wir uns noch die Tickets für die Bahn besorgen.
Ben und ich beschlossen, weiter in Richtung Norden zu fahren, um anschließend wieder in die südlichen Landesteile zu reisen. Von Delhi sollte es in die heilige Stadt Vrindavan gehen. Diese Stadt ist bei Hindu-Pilgerern äußerst beliebt. In Vrindavan sind Europäer geduldete Gäste.
Wenn man in Indien ein Zugticket erwerben möchte, kann schnell das Gefühl aufkommen, man spiele Lotto. Zuerst muß man als potentieller Fahrgast einen Zettel ausfüllen. Von wo man kommt, wohin man fahren möchte, und nicht zu vergessen die Zugnummer und die Uhrzeit.
Wer einmal in Indien Zug gefahren ist, der weiß, das dies nicht allzu einfach ist. Züge kommen in der Regel nie pünktlich. Es gibt keine Durchsagen und kaum Hinweisschilder.
Die Inder campieren regelrecht auf den Bahnsteigen und in der Wartehalle. Kommt der Zug heute nicht, kommt er morgen. Wen interessiert das so genau?
Irgendwann wird er schon kommen. Hier hat es niemand wirklich eilig. Europäer und Amerikaner werden beim Fahrkartenkauf gern ein wenig beschummelt, denn es gibt verschiedene Varianten sein Ticket zu erwerben.
Zum ersten durch einen Zwischenhändler, der natürlich bezahlt werden muß. Zum zweiten direkt am Schalter, wo ebenfalls ein wenig Geld fließen muß, damit auch alles läuft. In Indien gibt es dafür das Wort »Bakish«, ähnlich dem ägyptischen Begriff für Trink- und Schmiergelder.
Die Inder sind keinesfalls aggressiv oder gewalttätig, jedoch kommen sie immer irgendwie an ihr Geld. Verständlich, leben doch Millionen Inder unterhalb der Armutsgrenze.
Nachdem wir unsere Tickets hatten, stellten wir fest,  daß wir zu viel Geld bezahlt hatten. Ben fand das gar nicht lustig und beschwerte sich, erfolglos. Gekauft ist gekauft.
Vrindavahn liegt nicht weit entfernt von Delhi, nur etwa zwei Stunden muß man mit dem Zug zurücklegen. Ich muß gestehen, daß ich nicht gerade begeistert war von dieser Heiligen Stadt. Die Gehwege waren schlammig, und große Scharen von Fliegen nervten mich die ganze Zeit über.
Neben der ganzen Heiligkeit gab es auch eine geschäftige Seite. An den Straßenrändern konnte man Blumengirlanden, Räucherwerk oder notwendige Ritualgegenstände kaufen, die der Praktizierende für seinen Tempelgang benötigte.
Die Inder beginnen den Tag meistens mit einem Gang zum Tempel oder einer Zeremonie zu Hause am Schrein.
In Vrindavahn machten Ben und ich nur Zwischenstation und aßen zu Mittag im Hare Krishna Tempel. Viele Menschen aus den westlichen Staaten lebten dort, und ich hatte den Eindruck, daß alles clean sei.
Von Vrindavahn ging es weiter in Richtung Agra. Bei Ankunft war es bereits abends, und da wir keinerlei Unterkünfte im Voraus buchen konnten, mußten wir uns in den Vororten auf die Suche nach einer Bleibe machen. Wir wälzten im Zug den Reiseführer, um potentielle Unterkünfte herauszufinden. Agra ist eine reine Touristenstadt. Wohl jeder hat schon einmal das Taj Mahal gesehen, oder zumindest davon gehört. Diese Sehenswürdigkeit befindet sich in der Stadt Agra und stand auch auf unserer Liste.
In Agra war es heiß. Und auch hier alles voller Fliegen. Der Februar, so sagte man uns, sei der Monat der Fliegen. 4 Wochen lang ist die Luft voll von den vielen kleinen Insekten, danach ist alles vorbei.
Im Gegensatz zu Delhi oder Vrindavahn war Agra für indische Verhältnisse sauber und ruhig. Es gab breite Straßen, die nicht verdreckt und überfüllt waren von hupenden Motorrollern und Rikschas.
In Agra ist alles, wirklich alles auf die Heilige Stätte, dem Taj Mahal, ausgerichtet. Vom Restaurant, die fast alle einen Blick auf das Taj haben, bis hin zu phosphoreszierenden Tajs an den Straßenständen.
Die einen sagen, es ist das größte erbaute Liebeszeugnis, die anderen behaupten, es sei die größte Grabstätte. Es ist wohl beides.
Das Taj Mahal steht unter Denkmalschutz, und die indsichen Wachen achten peinlichst darauf, daß niemand Dreck hinterlässt oder etwas zerstört. Wenn man in das Mausoleum, das Innere des Gebäudes, möchte, muss man sich die Schuhe ausziehen.
Als Ben und ich zum Taj Mahal fuhren, war es unerträglich heiß und feucht. Mit Sicherheit lagen die Temperaturwerte um die 30 Grad. Ich zog für diesen besonderen Anlass meinen neuen Kurfa, einen indischen Hosenanzug, an. Leider stellte sich später heraus, daß ich für mein neues Kleidungsstück die falsche Farbe gewählt hatte. Sämtliche dunklen Farben sind unpraktisch für den Sommer.
Ich hätte beige oder weiß nehmen sollen. So schwitzte ich mich während unseres Ausflugs halb zu Tode.
Im Schatten des Taj Mahals war es im Vergleich zur sonnigen Seite kühl. Hier ließ es sich einigermaßen aushalten. Der kalte Marmor war angenehm an den nackten Füßen.
Im Innern des Taj Mahals roch es nach Blumen und Räuchereien. Der Mausoleumsraum war dunkel und in feierliches Dämmerlicht gehüllt. Jeder Besucher konnte Ehrfurcht atmen.
( ... )

• Die komplette Geschichte über Indien gibt es im aktuellen Buch "13 Reise-Fragmente" von Mark Bauch und Marco Bertram zu lesen!
Genaue Informationen zu diesem Buch gibt es hier.
Unter anderem ist das Buch bei www.amazon.de erhältlich!
Viel Spaß beim Lesen!

Die letzten Forenbeiträge des Reise-Forums:


in der Tube...

Zur Person: Mark Bauch
• Lyriker, Künstler und Autor.
• Mit-Verfasser der "13 Reise-Fragmente".
• Längere Auslandsaufenthalte in Indien, den USA und England.
• Aus seiner Feder entstammt eine Vielzahl an Gedichten, Haikus und Tankas.
• Zunehmend widmet er sich Zeichnungen, Collagen und Kalligrafien.
• 2005 ist ein Kuba-Aufenthalt geplant.
Weitere Informationen zur Person gibt es auf www.lyrik-berlin.de!


Informationen zu Marco Bertram

Zur Person: Marco Bertram
• Freiberuflicher Autor und Foto-Journalist
• Zahlreiche Reisen nach Russland, Brasilien, Kanada, Ägypten und quer durch Europa.
• Verfasser einer Vielzahl an Berichten, Reisereportagen und Kurzgeschichten.
• Autor der beiden Bücher "In 7 Wochen von Rio nach Manaus" und "13 Reise-Fragmente".
• Segelprojekt Berlin-Sydney 2000
• Im April 2005 wurde eine Wanderausstellung zur deutsch-deutschen Grenze realisiert. Vorabpräsentation beim Europäischen Parlament in Brüssel.
• Diavorträge zur Transsib & zur deutsch-deutschen Grenze
• größere Vorträge bisher: im Hyatt Hotel Köln für Gebeco, im Maritim Hotel Travemünde für die Raiffeisenbank, in Lübeck, in Hartha, im Tränenpalast Berlin
• Iron Curtain Trail: Unterwegs auf dem Balkan
Infos zu Marco Bertram


13 Reise-Fragmente

Schiffbruch bei heftigem Sturm auf der Nordsee im November 1999 - auf der Fahrt nach Sydney gerieten zwei Segelboote vor Holland in schwere Seenot, eine Busentführung im Norden Brasiliens, eine Festnahme an der slowakischen Grenze, ohne Gepäck von Kairo nach Theben West. mit der Transsib quer durch Asien, Leben in einem Zen-Kloster in New Orleans und eine mit Krankheit verbundene Reise in Indien.
Dies sind die spannenden Höhepunkte im Reisebuch "13 Reise-Fragmente" von Marco Bertram und Mark Bauch.
Details zum Reisebuch.
Eine Bestellmöglichkeit gibt es bei:
www.amazon.de


Im Cafe


Papageienfedern aus Brasilien

1996 ging es sieben Wochen quer durch Brasilien. Von Rio de Janeiro aus ging es über Brasilia nach Belém und Amazonien.
Neben einem ausführlichen Reisebericht gibt es eine große Auswahl an Fotos.
2008 wird das Buch "In sieben Wochen von Rio nach Manaus" auf den Markt kommen.


Im Gespräch


Anonymus


Jobhopping down under

Buchtipp:
Bis zu zwölf Monate im Traumreiseziel Australien leben, arbeiten und reisen - das "Working Holiday"-Visum macht's möglich.
Das neue Buch "Jobhopping Down Under - Jobs, Praktika und Working Holiday in Australien" erklärt, was "Working-Holiday" ist und wie es durchdacht geplant und erfolgreich durchführt wird.
Weitere Infos zum Buch



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